Bündnis gegen Rechts - Nie wieder Faschismus in Nürnberg!

Wir engagieren uns gegen Rechts, d.h. zur Zeit vor allem gegen die AfD. In Zusammenarbeit mit der VVN/BdA und ver.di zeigen die eine Ausstellung über diese unsägliche Gruppierung an den Samstagen vor der Bundestagswahl auf dem Ludwigsplatz beim Knöpfleinsbrunnen jeweils von 12 bis 15 Uhr.

 

Aus dem Gründungsaufruf des Bündnisses gegen Rechts vom 11.3.2004:

Vielfach mussten wir in den letzten Jahren die provokativen Auftritte militanter Neonazis in dieser Stadt erdulden.
Offensichtlich versucht eine militante Neonazi-Szene gezielt an die Nazivergangenheit Nürnbergs anzuknüpfen und Nürnberg zu einem Zentrum ihrer Aktivitäten zu machen.
Damit muss jetzt Schluss sein.
Gerade als BürgerInnen einer Stadt, die die Kulisse für die Naziaufmärsche während der sogenannten Reichsparteitage abgeben musste und deren Name wohl immer mit den nach ihr benannten „Rassegesetzen“ in Verbindung gebracht wird, sehen wir uns in einer besonderen Verantwortung dem Auftreten von Neonazis entgegen zu treten.
Schützen wir unsere ausländischen MitbürgerInnen, die BürgerInnen jüdischen Glaubens, die Sinti und Roma, Homosexuellen und auch alle anderen Menschen, die nicht in das rassistische Weltbild der Neonazis passen, vor den Beleidigungen, Provokationen und Übergriffen dieser HetzerInnen.
Als BürgerInnen einer Stadt, die sich als eine Stadt des Friedens und der Menschenrechte begreift, stehen wir für ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander verschiedenster Nationalitäten, Weltanschauungen, Religionen und Kulturen.
Unser Ziel ist, weitere Aufmärsche, Aktivitäten oder Kundgebungen der Naziszene in Nürnberg zu verhindern oder sie zumindest soweit zu behindern und ihnen ihren Aufenthalt in Nürnberg so ungemütlich zu machen, dass sie sich ein Wiederkommen genau überlegen.

Alle Menschen unserer Stadt, die dieses Ziel gewaltfrei mittragen, sind dabei willkommen. Deshalb wenden wir uns entschieden gegen jegliche sektiererische Ausgrenzung oder anmaßende Besserwisserei.
Es geht uns vielmehr darum, die verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen und auch Einzelpersonen in diese Aktivitäten einzubeziehen. Egal ob aus den demokratischen Parteien, den Kirchen, Gewerkschaften, Sportvereinen, antifaschistischen Gruppen, Sozialverbänden, AusländerInnengruppen, egal ob KünstlerIn, RentnerIn oder Hausfrau.

Entsprechend sollten wir auch, in der Vielfalt der möglichen Gegenaktivitäten, um erneute Nazi-aktivitäten zu verhindern, unserer Phantasie keine Grenzen setzen.

Wir werden uns, trotz bestehender Meinungs-unterschiede und Differenzen in anderen politischen Fragen, gemeinsam den rassistischen Gewalt-täterInnen in den Weg stellen.

Verhindern wir den Aufmarsch der Neonazis. Keine Straße, kein Platz für Neonazis. Uns gehört die Stadt. Für Solidarität und Menschenrechte, gegen Gewalt und Rassenhass!